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Startseite News & Termine Creditreform News Online-Archiv Archiv 2008 Dienstleister der Informationsgesellschaft: Konjunkturaussichten für die IKT-Dienstleister und wissensintensiven Dienstleister hellen sich auf

Dienstleister der Informationsgesellschaft: Konjunkturaussichten für die IKT-Dienstleister und wissensintensiven Dienstleister hellen sich auf

Ergebnisse der Konjunkturumfrage des Verbandes der Vereine Creditreform und des ZEW im Wirtschaftszweig "Dienstleister der Informationsgesellschaft"

Neuss / Mannheim, 10.04.2008

Die Geschäftslage der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT)-Dienstleister, also von Softwareunternehmen, IT-Diensten sowie des IKT-Handels und der Telekommunikationsdienstleister, hat sich im Vergleich zum vierten Quartal 2007 verbessert. Die wissensintensiven Dienstleister, zu denen Unternehmen der Branchen Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung, Unternehmensberatung, Architekturbüros, technische Beratung und Planung, Forschung und Entwicklung und Werbung zählen, bewerten die aktuelle Geschäftslage im ersten Quartal 2008 dagegen pessimistischer. Indessen setzt sich dieser Pessimismus nicht fort. Vielmehr werden die Geschäftserwartungen für das zweite Quartal 2008 sowohl von den IKT- Dienstleistern als auch von den wissensintensiven Dienstleistern deutlich positiver bewertet. Dies ist das Ergebnis einer Konjunkturumfrage bei Dienstleistern der Informationsgesellschaft, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, in Zusammenarbeit mit dem Verband der Vereine Creditreform, Neuss, im März 2008 durchgeführt hat (Einzelheiten zur Umfrage siehe Ende der Pressemitteilung).

Der aus der Umfrage abgeleitete Teilindikator, der die Bewertung der Geschäftserwartungen widerspiegelt, steht für die IKT-Dienstleister bei 72,4 Punkten und für die wissensintensiven Dienstleister bei 65,4 Punkten und damit jeweils deutlich über dem Wert des Vorquartals. Dementsprechend sind auch die Geschäftserwartungen für den gesamten Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft für das zweite Quartal 2008 positiv. Der Teilindikator für die Geschäftserwartungen liegt für den gesamten Wirtschaftszweig bei 72,2 Punkten. Er ist somit 11,2 Punkte höher als im Vorquartal.

Getrieben von diesen optimistischen Konjunkturaussichten steigt auch der ZEW-IDI, Stimmungsindikator für den Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft, im ersten Quartal 2008 um 5,0 Punkte auf 66,6 Punkte. Der Stimmungsindikator für die IKT-Dienstleister steigt um 4,5 Punkte auf einen Wert von 66,2 Punkten, während er für die wissensintensiven Dienstleister mit 60,6 Punkten leicht unter dem Wert vom vierten Quartal 2007 liegt. Der Jahresauftakt für die wissensintensiven Dienstleister ist somit zwar etwas verhaltener, der Indikatorwert bringt aber trotz des leichten Rückgangs auch weiterhin eine optimistische Stimmung zum Ausdruck.

Für die positiven Geschäftserwartungen der IKT-Dienstleister scheinen besonders die Branchen Software und IT-Dienste sowie die Telekommunikationsdienstleister verantwortlich zu sein. In der Branche Software und IT-Dienste haben sich im ersten Quartal 2008 die Umsatzerwartungen verbessert. Auch für das zweite Quartal 2008 geht der größte Teil der Unternehmen der Branche Software und IT-Dienste von steigenden Umsätzen aus. Bei den Telekommunikationsdienstleistern haben sich sowohl die Erwartungen für Umsatz und Nachfrage als auch für Ertrag und Personal verbessert. Auch die aktuelle Lage wird als gut bewertet. Positiv wirkt sich für die Telekommunikationsdienstleister auch aus, dass der Preisdruck geringer geworden ist. Etwa zwei Drittel der Unternehmen berichten von gestiegenen Preisen und erwarten dies auch für das zweite Quartal 2008.

Die verhaltenere Bewertung der aktuellen Geschäftslage durch die wissensintensiven Dienstleister ist unter anderem auf die schlechtere Umsatz- und Nachfragelage bei den technischen Beratern und Planern, bei Werbefirmen und den Unternehmen der Branche Forschung und Entwicklung zurückzuführen. In allen drei Branchen ist der Anteil der Unternehmen, die im ersten Quartal 2008 von steigenden Umsätzen und einer steigenden Nachfrage berichten, im Vergleich zum vierten Quartal 2007 gesunken. Gleichzeitig ist der Anteil der Unternehmen, die sinkende Umsätze und einen Nachfragerückgang melden, gestiegen. Auch die Unternehmensberater bewerten die Geschäftslage im ersten Quartal 2008 als ungünstiger. Während im Vorquartal noch mehr als die Hälfte von ihnen von steigenden Umsätzen und einer steigenden Nachfrage berichteten, sind es im ersten Quartal 2008 nur noch etwa ein Drittel. Eine besonders positive Entwicklung zeichnet sich dagegen bei den Architekten ab. Sowohl die Lage als auch die Erwartungen für Umsatz und Nachfrage haben sich deutlich verbessert. Während im vierten Quartal 2007 der Anteil der Architekten, die von einem Rückgang von Umsatz und Nachfrage betroffen waren, den Anteil der Unternehmen mit steigenden Umsätzen beziehungsweise einer steigenden Nachfrage überwog, sind die Salden für Umsatz und Nachfrage im ersten Quartal 2008 positiv. Auch für das zweite Quartal 2008 ist der Anteil der Architekten, die einen Anstieg von Umsatz und Nachfrage erwarten, größer als der Anteil der Architekten, die mit einem Rückgang derselbigen rechnen.

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Ihre Ansprechpartner beim ZEW

ZEW - Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung
Frau Jenny Meyer
Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationstechnologien
L 7, 1
68161 Mannheim

Tel.: 06 21 / 12 35-166
Fax:  06 21 / 12 35-333

  meyer@zew.de
  www.zew.de

Das ZEW wurde im Jahr 1991 in einer gemeinsamen Initiative der baden-württembergischen Landesregierung, der Landeskreditbank Baden-Württemberg und der Universität Mannheim gegründet. Die Forschungsausrichtung liegt im einzelwirtschaftlichen Bereich, der Branchenanalyse und der Ökonometrie. Rund 80 Wissenschaftler sind am ZEW in den Forschungsbereichen Internationale Finanzmärkte, Arbeitsmärkte, Industrieökonomik, Unternehmensbesteuerung und Umweltökonomik tätig.

Die Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationstechnologien beschäftigt sich mit den Auswirkungen moderner Informations- und Kommunikationstechnologien auf die Wirtschaft. Den Schwerpunkt der Analysen bilden dabei industrie- und arbeitsmarktökonomische Fragestellungen.

Zur Systematik / Anmerkung zur Hochrechnung

Der ZEW-IDI wird aus den vier Komponenten Umsatzlage, Nachfragelage, Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen (jeweils im Vergleich zum vorhergehenden beziehungsweise nachfolgenden Quartal) gebildet. Sie gehen jeweils mit gleichen Gewichten in die Berechnung ein. Umsatzlage und Nachfragelage bilden einen Teilindikator, der die Geschäftslage widerspiegelt. Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen bilden einen Teilindikator, der die Geschäftserwartungen widerspiegelt. Das geometrische Mittel der Geschäftslage und der Geschäftserwartungen ergibt den Wert des ZEW-Indikators der Dienstleister der Informationsgesellschaft. Der Stimmungsindikator kann Werte von 0 bis 100 annehmen. Werte größer als 50 weisen auf eine Verbesserung der konjunkturellen Stimmung im Vergleich zum Vorquartal hin, Werte kleiner als 50 auf eine Verschlechterung im Vergleich zum Vorquartal.

Ausführliche Informationen zur Entwicklung und Berechnung finden Sie hier:

ZEW-Dokumentation Nr. 03-09 (PDF)

Einen Überblick über die ZEW/Creditreform Konjunkturumfrage finden Sie hier.

Allgemeine methodische Hinweise (PDF)

Angewandtes Hochrechnungsverfahren (PDF)



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Herr Michael Bretz
Wirtschaftsforschung

Tel.: 0 21 31 / 109-171
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ZEW Dienstleistungsreport: 1. Quartal 2008
(PDF, 145 KB)
ZEW Dienstleistungsreport: 1. Quartal 2008, Presseinfo Nr. 1
(PDF, 93 KB)
 
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